Ernährungsphysiologische Bedeutung von Inulin



Inulin ist vergleichbar mit Stärke, die aus vielen Glukose-Bausteinen aufgebaut ist. Im Gegensatz zu dieser kann Inulin jedoch nicht von den Verdauungsenzymen aufgeschlossen werden. Es zählt daher zu den Ballaststoffen, die im Dünndarm nicht aufgespalten werden und so den Dickdarm erreichen. Dort dient das Inulin den Bifidobakterien als Nahrung und fördert deren Wachstum. Man zählt Inulin deshalb zu den Prebiotika.

Im Dickdarm wird Inulin von den Darmbakterien zu Fettsäuren abgebaut, die teilweise in die Blutbahn aufgenommen werden.


Kalorienarm, lecker und vielseitig verwendbar

• Inulin ist ein wasserlösliches Pulver und wird in der Lebensmittelindustrie zur Anreicherung von Lebensmitteln (z.B. Joghurt, kalorienreduzierte Schokolade, Schlankheitsdrinks) verwendet.

• Inulin eignet sich ideal als Zutat bei der Zubereitung kalorienarmer Wellness-Drinks, denn es liefert pro Gramm nur 1 Kalorie!!!

• Fettarme Speisen werden durch den Verzehr von Inulin besonders cremig. Inulin vermittelt in Lebensmitteln - ähnlich wie Fett- einen sahnigen Geschmackseindruck und wird deshalb als Fettersatzstoff eingesetzt.

• Inulin eignet sich auch hervorragend zum Backen. 10% des angegebenen Mehls ersetzt durch Inulin erhöhen den Ballaststoffanteil und liefern zudem schöne, lockere Backwaren.


Empfohlene Verzehrmenge

Die empfohlene Verzehrmenge von Inulin beträgt bei Erwachsenen 5g pro Tag. Bei übermäßigem Verzehr kann es, bedingt durch die bakterielle Tätigkeit im Darm, zur Bildung und Abgang von Darmgasen, den sogenannten Blähungen, kommen.


Studie über Inulin

In verschiedenen Tiermodellen hat sich ein inulinhaltige Diät sogar als wirksamer Schutz gegen die Entstehung von Dickdarmtumoren erwiesen: Füttert man die Tiere mit Inulin, geht im Darm die Anzahl der Fäulnisbakterien zugunsten der Bifida- oder Säurebakterien zurück. Folglich sinkt die Produktion von Ammoniak, das die Entstehung und das Wachstum von Dickdarmtumoren beschleunigt.